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Was ist ein Übergang, in dem Sinne wie wir ihn in der Gestaltung von zeitgemäßen Übergangszeiten verstehen und warum ist eine neue Erzählung, so wie wir es nennen, dafür unterstützend?

Übergänge begegnen uns Menschen, unserer Erfahrung nach, immer dort im Leben, wo unser Leidensdruck soweit gewachsen ist, dass wir an einem Punkt stehen, wo wir für uns in eine neue Richtung gehen möchten. Einst gefällte Entscheidungen, überholte Selbstbilder, alte Glaubenssätze und verkörperte Haltungen können sich in solchen Veränderungszeiten wie eine zu eng gewordene Haut anfühlen, die für uns durch Herausforderungen in unseren Beziehungen, sowie berufliche und persönliche Krisen erkennbar werden können.

 

Der inneren Sehnsucht, einen Übergang bewusst zu gestalten und in eine neue Richtung zu gehen, geht in vielen Fällen eine persönliche Krise, innere Leere, Fragen nach dem Sinn des eigenen Daseins und Orientierungslosigkeit voraus. 

Aus unserer Sicht lässt sich der Prozess einer Krise so beschreiben, dass sich tief in unserem Inneren bereits ein Wandel vollzogen hat, den wir nur erahnen können, da er noch im Begriff ist aus dem Unterbewussten an die Oberfläche zu drängen. Wir können es noch nicht greifen, es ist aber schon ahn- und spürbar. Dieser Prozess lässt sich ähnlich wie eine Geburt beschreiben und stellt uns vor die Herausforderung, dieses noch nicht Greifbare, aber bereits in uns Spürbare zuzulassen. Dieses Neue bringt unsere bisherigen Annahmen und Selbstbilder über uns selbst und die Welt ins Wanken und fordert uns auf, wenn wir uns darauf einlassen möchten, an die Grenzen unseres Bekannten zu gehen. Dieses noch unbekannte Neue verlangt von uns, diese uns zu eng gewordene Haut auf ihre Beschaffenheit und ihre Bestandteile zu untersuchen und zu prüfen, was wir ähnlich wie in einem Verdauungsprozess davon ausscheiden und abstreifen und was wir davon für uns weiter nutzen möchten. Die alte Erzählung über uns selbst und die Welt ist uns bildlich gesprochen zu einem zu engen Korsett geworden, in dem wir uns mit unserer aktuellen inneren Wahrheit nicht mehr gemeint fühlen.

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Vom "Zu-Muten" und möglich halten 

Dankbarkeit und Fülle wird spürbar für die gewachsenen Verbindungen mit Menschen in diesem Jahr - in unserem Umfeld, in den Kreisen an der Jurte und die, Begegnungen, die unverhofft, spontan so plötzlich in das eigene Leben purzeln und dieses bereichern. Verbindungen und Begegnungen, in denen spürbar wird: Ich erlaube mir hier zu sein, mit allem was gerade da ist und du bist eingeladen einfach mit dem zu sein, was gerade da ist. Begegnungen, die wir uns gegenseitig geschenkt haben, weil wir offen waren zu spüren was gerade da ist und dies auszudrücken und zu teilen. 

 

Begegnungen, die uns erblühen lassen, weil wir uns selbst erlauben uns anderen zuzumuten. „Zu-Zu-Muten“ - Ist dieser Ausdruck bei näherer Betrachtung ein für sich sprechendes Wort?! Bedeutet es, dass wenn wir den Mut aufbringen uns unserem Gegenüber zu zeigen, dass wir unserem Gegenüber „Zu-Muten“ (Mut-Zu sprechen) den Mut zu haben Jetzt Da zu sein, mit allem was gerade da ist?

                                                 

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